Aquakultur-Entwicklungsprojekte

Ziel unserer Aquakultur-Projekte ist es, die Bevölkerung der Küstenregionen von Zanzibar langfristig zu befähigen, eigenständige Aquakultur-Kleinunternehmen auf- und auszubauen, die nachhaltig zum Einkommen einheimischer Fischerfamilien und Einzelpersonen beitragen.

Durch Aquakulturen profitieren die Bewohner von Küstenregionen von einer stabileren Nahrungsmittelversorgung und einer Reduktion der Armut bzw. von zusätzlichem Einkommen und somit auch von einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Herangehensweise des nachhaltigen Aquafarmings bewirkt indirekt gesundes Wirtschaftswachstum, es reduziert den Druck auf die Umwelt und fördert natürliche Bestände. Techniken zur Kultivierung von Schwämmen und Korallen sind in Ostafrika bisher nicht bekannt.

Wir gehen von der Vorstellung aus, dass nachhaltige Entwicklung nur durch das gleichzeitige Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden kann. Damit leben wir das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit.

Unsere aktuellen Aquakultur-Projekte:

>> Nachhalige Kultivierung von Naturschwämmen

>> Nachhaltige Kultivierung von Korallen und anderen wirbellosen Meerestieren

Seaweed Farming
 

Meeres- und Korallenschutz-Projekte

Die Einwohner/-innen und Fischer der Küstengebiete Zanzibars wurden über die letzten Jahre Zeugen eines massiven Rückgangs der Fisch- und Korallenpopulation. Für viele Fischer bilden die Lagune und das angrenzende Riff die Hauptgrundlage für ihr Einkommen. Entsprechend hoch ist der Druck auf die marinen Lebensräume in der Region. Regelmässiges Fischen ausserhalb des Riffs ist praktisch nicht möglich, da keine entsprechenden Boote vorhanden sind.

Der wachsende Tourismus in Zanzibar ist alles andere als nachhaltig angelegt. Er führt vermehrt zur Verschmutzung, und unvorsichtige Taucher und Schnorchler erhöhen den Druck auf die Korallenriffe rasant

Wegen ihrer hohen biologischen Vielfalt sind Korallenriffe aus ökologischer Sicht besonders wertvoll. Gesunde Riffe sind entscheidend für die gesamte Nahrungsmittelkette im Meer und somit ganz direkt auch für die Ernährung der Bewohner/-innen der Küstengebiete.

Wir wollen das Bewusstsein der Bevölkerung der Küstenregionen in Sachen Umwelt schärfen und sie insbesondere für das Problem der schwindenden Riffe im indischen Ozean sensibilisieren. Mit unseren Projekten – speziell dem Aquafarming – fördern wir das Bewusstsein für die lokalen Ressourcen und ermuntern die Bevölkerung, selber Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.

Unsere aktuellen Meeresschutz-Projekte:

>> Korallenschutz - Ankerbojen (Verhinderung von Ankerschäden)

>> No-Fishing-Zonen (Erholung der Fischbestände und Erhaltung der Biodiversität)

>> Künstliche Riffe (Aufbau des Know-hows für die Wiederaufforstung beschädigter Riffe)

>> Dornenkronen-Monitoring (Korallenschutz)

 

Weitere mögliche Projekte

  • Aquakultur-Entwicklung: z.B. Fisch-, Seegurken-, Muschel- oder Krabben-Farming
  • Auf- und Ausbau von Meeresschutzgebieten, No-Take-Zonen, Ruhezonen in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und Fischern in Abstimmung mit den integrierten Entwicklungsplänen für die Küstengebiete (ICZM) Zanzibars und Tansanias
  • Fisch-Sammelvorrichtungen (Fish Aggregating Devices / FADs): Schonung der Riffe und Lagunen und mehr Fischfang
  • Künstliche Riffe (Artificial Reefs / ARs): Attraktion für Touristen und die lokale Bevölkerung (v.a. Schüler). Wiederaufstockung von bedrohten Arten
  • Information der Bevölkerung und der Touristen im ökologischen Umgang mit dem Meer, den Riffen und den Lagunen
  • Herausgabe eines Verhaltenscodex für Fischer, Sammler von Meerstieren, Touristen, Schwimmer, Schnorchler, Taucher, Schüler und Einwohner der anliegenden Dörfer
  • Entwicklung von Aquakultur-Tourismus
  • Unterstützung und Entwicklung von staatlichen Richtlinien und Kontrollen für einen verstärkten Schutz der Ozeane, der Strände und der einheimischen Arten der Küstenregionen